Auch in diesem Jahr sind wir wieder mit unserem „Hospiz macht Schule“-Team an einer Grundschule.

Diesmal ist es die „Grundschule Kändler“. Unser Projekt ist am 20. April gestartet.
Um 7 Uhr ist noch alles still und die Klasse sieht etwas verwaist aus.

Tag 1 „Werden und Vergehen

Das ändert sich aber schnell.

Pünktlich halb 8 gehts los:
Vorstellung des Teams und gleich sind wir mitten im Thema „Werden und Vergehen“ mit Geschichten, Malen, Aufschreiben, was jeder so fühlt und mit Diskutieren. Hier ein paar Eindrücke vom ersten Tag:


Tag 2 „Krankheit und Leid“

Leid und eine Krankheit zu bekommen, sind ja etwas Unangenehmes. Aber ob unser Tag trotzdem gelungen ist?
Hier einige Beweisfotos:

Der Kreislauf des Lebens ist zu Ende. Jeder Mensch muss sterben. Das muss jeder erst einmal verdauen. Ein schweres Thema, aber es begegnet uns jeden Tag auf unterschiedliche Weise. Der Tod nimmt keine Rücksicht auf alt oder jung. Jeder kann betroffen sein – direkt oder indirekt.
Vorsichtig nähern wir uns in der ersten Stunde an und fragen erst mal, warum sterben die Lebewesen und wie alt werden sie im Durchschnitt eigentlich? Gibt es ein Tier, das ewig leben kann? Dann geht es um ganz biologische Fragen: Wann ist man tot und wie wird das festgestellt? Uns helfen da ein paar für Kinder gemachte Filme.
Und auch philosophisch werden wir. Was passiert nach dem Tod? Da kursieren in der Welt verschiedene Vorschläge. Und was stellen wir uns nach dem Tod so vor?
Jetzt dazu die Bilder des Tages:



Tag 3 „Sterben und Tod“



Tag 4 „Vom Traurigsein“

Trauer hat viele Gesichter. Warum werden wir traurig? Was bedeutet ein Verlust für uns? Und was macht Trauer mit uns? Aber wir erfahren heute auch, wie wir mit der Trauer umgehen können. So, wie im Märchen von der traurigen Traurigkeit.
Aber es gab natürlich auch etwas Praktisches zu tun.Hier kommt der Beweis:




Tag 5 „Trost und Trösten

Der letzte Tag war der Trost und Vorführtag. Das bedeutet, es ging zunächst um jeden selbst und was ihn tröstet und dann auch darum, was anderen Trost geben könnte. Da wurden jede Menge Vorschläge unterbreitet und gemalt, gebastelt und geschrieben (Briefe, Karten und Trostpflaster) Aber auch Blätter wollten beschrieben und aufgeklebt werden, um an der Tür befestigt zu werden. Eine kleine Hilfe sozusagen, um immer einen Trost parat zu haben.
Und nachdem wir unser Abschiedsritual vollzogen hatten, kam noch die Vorbereitung für den Treff mit den Eltern dran, die ja schließlich sehen und hören sollten, was in der Woche alles passiert ist. Es endete mit dem „Lastentanz“. Er ist dafür gut, alle Lasten wegzutanzen, die einen bedrücken.
Hier die visuelle Auswahl von Tag 5:



Dass die Projektwoche nicht nur bei den Kindern gut angekommen ist, freut uns besonders. Eltern sind oft etwas besorgt, weil Tod und Sterben nicht gerade die Bringer bei den Gesprächen in der Familie sind.
Vielleicht denken die Erwachsenen an ihre eigenen Ängste? Jedenfalls haben einige Eltern gesagt, dass sie seien überrascht gewesen über fröhlich und gut gelaunte Kinder.

Und natürlich freuen wir uns auch über Reaktionen der Eltern wie diese: